Ihr Lächeln war zum Dahinschmelzen. Ihr Gesicht eine Mischung aus honigsüß und überirdisch schön. Ich konnte mich nicht entscheiden, ob ich versuchen sollte, ihr hier und jetzt die Kleider vom Leib zu reißen, oder sie mit meinem Körper vor allen Gefahren dieser Welt zu beschützen. Vor den geiernden Typen, den Hyänen, die ihr nachstierten, wohin sie auch schritt. Ihrem süßen, knackigen Po, so rund und vollkommen, dass er hypnotisierte.
Ihre blonden Haare flogen wild durch die Luft, als sie sich drehte. Als sie tanzte und mir ein erneutes Aufblitzen ihrer talergroßen Augen schenkte. Ihre Aufmerksamkeit für den Bruchteil eines Momentes. Ich tanzte bei ihr, tanzte mit ihr und konnte mein Glück kaum fassen. Euphorie rann durch meine Adern und verbrannte mich von Innen heraus wie flüssiges Gold. Mir schwirrte der Kopf, die Gedanken wirbelten: Tanzte ich gut? War ich attraktiv genug? Was sollte ich tun? Sollte ich es wagen, sie zu berühren?
Tobi erschien aus dem Gedränge, sonst mein bester Freund, jetzt mein ärgster Feind, als sein Blick denselben verklärten Ausdruck einnahm, wie ich ihn in meinen Zügen trug.
Es war der Anfang einer Nacht, über die wir niemals wieder sprechen sollten und die mich dessen ungeachtet alle weiteren Nächte verfolgte.
Amalia tanzte mit Tobi und brachte mich an den Rand der Verzweiflung, nur um mich im nächsten Moment in Glückseligkeit schwelgen zu lassen, indem sie mich unvermittelt küsste. Ich sah Amalia in einem weißen Kleid. Ich sah sie und mich und hörte Kirchenglocken – als sie herumfuhr und Tobi ihre Zunge in den Rachen schob, sodass ich ihr Schmatzen noch durch das Wummern der Musik wahrnahm. Ich fiel in ein tiefschwarzes Loch aus dem es kein Entrinnen gab. Ich fiel und fiel und fiel. Und nur Amalia konnte mich retten, als ihre feingliedrigen Finger nach mir griffen und mich fortzogen. Mich und Tobi.
Sie zog uns fort von der Tanzfläche, fort aus dem Club, hinaus in die laue Sommernacht, wo sie im Licht der Straßenlaternen noch bezaubernder wirkte.
Ich musste ihn loswerden. Doch war das überhaupt möglich – ohne Amalia zu verärgern. Ohne, dass sich ihre glatte Stirn in zornige Falten zerfurchte? Ich stellte es mir vor. Ich stellte mir vor, wie sich ihr Zorn auf mich konzentrierte. Alles nur das nicht!
Ein Taxi hielt neben uns und Amalia zog uns hinein.
>>Wer will neben mir sitzen<<, fragte sie neckisch und wir beide stürzten ihr hinterher auf die Rücksitzbank.
Ich gewann und mein Herz überschlug sich, als sich ihr Oberschenkel gegen den meinen drückte. An meinem Bein baute sich Spannung auf. Spannung, die zu knistern begann. Mein Kopf füllte sich mit Zuckerwatte, die keinen klaren Gedanken mehr erlaubte. Ich befand mich ganz und gar in diesem Moment, war nicht in der Lage weiterzudenken, darüber, was Amalia mit uns vorhatte. Uns! Wir saßen doch beide in diesem Auto. Sie hatte uns beide mitgenommen!
Der Wagen polterte über Kopfsteinpflaster und stoppte kurz darauf. Der Taxifahrer drehte sich griesgrämig zu uns um. Amalia sah uns erwartungsvoll an. Ich griff nach meinem Portemonnaie, doch Tobi war schneller. Er zahlte ein großzügiges Trinkgeld, worauf ein Monster in meiner Brust schrie, dass er dies nur tat, um Amalia zu imponieren. Doch ich würde verlieren, wenn ich jetzt etwas sagte. So viel Erkenntnis schaffte mein gelähmter Verstand noch. Er funktionierte in diesem Moment – weil es um Amalia ging…
Amalia führte uns durch ein Treppenhaus in das 2. OG. Vor der Tür legte sie ihren Zeigefinger verschwörerisch an ihre Lippen. >>Pssst.<<
Wir schlichen durch eine dunkle Studenten-WG bis in ein Zimmer im Boho-Stil, welches sich jetzt bei Nacht als Sammelsurium unterschiedlichster Muster zeigte, die meinen Verstand zusätzlich verwirrten.
Amalia warf sich auf ihr Bett über dessen Kopfende ein übergroßer Traumfänger hing.
>>Wie sehr wollt ihr mich?<<, fragte sie mit entwaffnender Direktheit.
Tobi und ich sahen uns verwirrt an.
>>Was würdet ihr für mich tun?<<
Tobi zuckte mit den Schultern. >>Für dich wohl alles.<<
Ich nickte und beeilte mich ihm beizupflichten, nein, ihn zu übertrumpfen. >>Ich würde für dich noch mehr tun!<<
Amalia lächelte lieblich und rekelte sich in der Vielzahl an Kissen, die sie zu verschlucken drohten. >>Wollt ihr mich nackt sehen?<<
Ich bemerkte den lauernden Unterton in ihrer Stimme nicht, war viel zu sehr geblendet von ihrer Schönheit und der verheißungsvollen Perspektive.
>>Wenn ihr mich sehen wollt, dann müsst ihr beiden schon den Anfang machen.<<
Ich sah nochmals zu Tobi und verstand erst jetzt, was es bedeutete, dass wir beide hier waren. Dass sie uns beide wollte. Dass sie einen – Dreier wollte?
Ich war schon dabei mir mein Hemd aufzuknüpfen, während diese Erkenntnis langsam wie Sirup in mein Bewusstsein tröpfelte. Ich wollte sie für mich, aber wusste auch, dass ich auch einen Dreier in Kauf nehmen würde, nur um sie haben zu können. Ich würde alles in Kauf nehmen…
>>Nicht so<<, säuselte Amalia von ihrem Zuschauerplatz. >>Ich will, dass ihr euch gegenseitig auszieht.<<
Tobi und ich starrten uns an. Mein eben noch gefasster Entschluss wurde auf die Probe gestellt. Zum ersten Mal in dieser Nacht stellte sich mir die Frage, wohin das führen sollte.
>>Mach schon<<, zischte Tobi. >>Oder willst du ungevögelt nachhause?<<
Ich wollte etwas Heftiges erwidern. Tobis profane Worte waren eine Beleidigung dessen, was ich wollte. Doch seine Hände, die die meinen zur Seite drängten und mein Hemd weiter aufknöpften, lähmten meine Stimmbänder. Ich brachte keinen Ton heraus, sah nur zu, wie ein Mann mir mein Hemd von den Schultern streifte.
>>Zieh mir schon das T-Shirt aus<<, zischte Tobi leise, während er meine Gürtelschnalle öffnete.
Widerwillig ließ ich es zu, was er tat. Noch widerwilliger machte ich, was er von mir verlangte – während ich mich selbst hinterfragte. Woher kam dieses Gefühl? Lag es an der Fremdbestimmung oder an der einfachen Tatsache, dass wir, zwei Männer, uns gegenseitig auszogen?
>>Ich finde das so heiß…<<, unterbrach Amalia meine Gedanken.
Ihre Worte klingelten in meinem Kopf und spornten mich an. Ich griff an Tobis Gürtelschnalle und öffnete sie wie den darunter liegenden Knopf. Die Jeans rutschte auf seine Knöchel und er stieg heraus.
Erwartungsvoll wandten wir uns zu Amalia um, die keinerlei Anstalten machte, ihrerseits die Hüllen fallen zu lassen.
Sie zog die Augenbrauen hoch und ließ ihre Augen von Short zu Short wandern. >>Ich glaube, ihr seid noch nicht fertig.<<
Spielerisch schob Amalia den Träger von ihrer rechten Schulter, um ihn dann, mit einem Achselzucken, wieder hochzuziehen.
Ich atmete durch und griff in den Saum von Tobis Shorts und zog sie mit einem Ruck herab.
>>Macht das doch bitte gefühlvoller<<, kommentierte Amailia, woraufhin sich Tobi zu meinem Missfallen Zeit ließ.
Langsam glitten seine Finger unter meinen Saum. Noch langsamer zog er meine Shorts herab, bis er in Zeitlupentempo meinen Penis enthüllte.
Amalias Gesicht verwandelte sich von einem leichten Schmollen zu einem Ausdruck der Verzückung. Ihre Augen wechselten in schneller Folge zwischen unseren Penissen hin und her.
Verglich sie uns? Ich schielte zu Tobi. War er größer? Irgendwie wirkte er so. Ich wollte mir nichts anmerken lassen, doch merkte dennoch, wie ich rot anlief.
Amalia lächelte mich an. >>Heute Nacht gibt es Nichts, was dir peinlich sein müsste Henrik.
Sie richtete sich ein Stück auf und zog ihr Top über den Kopf, ließ es über ihren Arm neben das Bett gleiten.
Der Ansatz ihrer Brüste wurde von schwarzer Spitze umschmeichelt und die Aussicht, dass auch diese fallen würde, ließ mein in den Kopf geschossenes Blut an andere Stelle wandern. Und dieser Vorgang beschleunigte sich, als Amalia sich aus ihrer Jeans schälte und uns mit dem Anblick endlos langer und makelloser Beine beschenkte.
Uns… Hatte ich es längst akzeptiert, dass ich diesen Engel nicht für mich haben würde?
Amalia machte ein nachdenkliches Gesicht, ehe sich ihre Miene aufhellte. Sie setzte sich an die Bettkante. >>Kommt zu mir…<<
Der Blutfluss in meine Lenden beschleunigte sich noch einmal und mein Penis begann anzuschwellen, begann frohlockend zu zucken. Ich wollte Amalia haben, so sehr, dass es beinahe physisch schmerzte. Gleich!, beruhigte ich mich selbst. Gleich wirst du ihr Lust bereiten. Gleich wirst du ihr Begehren für dich schüren. Gleich wird sie für dich empfinden wie du für sie empfindest!
Amalia streckte eine Hand aus und ließ ihre Finger spielerisch um meine Eichel gleiten. Ich keuchte auf. Ihre Berührung erschütterte mich in meinen Grundfesten. Meine Gedanken leerten sich, bis ich nur noch wusste, dass ich mehr davon wollte.
>>Ich nehme das als Kompliment<<, flötete Amalia in meine Richtung. >>Aber was machen wir denn mit Tobi?<<
Ich blickte zu meinem Nebenbuhler, dessen Penis noch immer schlaff zwischen seinen Eiern hing und freute mich insgeheim diebisch. Wenn er keinen hoch bekam, hatte ich Amalia ganz für mich allein.
>>Hilft du ihm auf die Sprünge, Henrik?<<
Ich sollte was?
>>Biiitte<<
Die Bewegungen an meiner Eichel wurden furchtbar langsam.
>>Mach mir einfach nach.<<
Die Bewegungen wurden wieder schneller. Viel schneller. Amalias Hand umschloss meinen Schaft und fuhr ihn so schnell und grob hoch und runter, wie, wenn ich es mir unter Druck selbstmachte. Wenn es schnell gehen musste. Wenn ich einen Orgasmus brauchte. Sie war kein Engel. Amalia war ein Teufel. Doch diese Tatsache bedeutete gerade nur, dass ich sie noch mehr wollte.
>>Wolltest du dich nicht ausziehen, wenn wir…. Ich bin nur ein bisschen nervös. Vielleicht, wenn ich dir den BH ausziehen darf?<<
Amalia unterbrach Tobis schwachen Protest mit einem Blick, der Welten hätte vernichten können. >>Reiche ich dir so etwa nicht aus? Bin ich dir in Unterwäsche nicht aufregend genug?<<
Tobi schüttelte heftig den Kopf. >>Nein, aber. Ich stehe nicht auf Männer. Das wird nichts-<<
>>Hast du es schonmal ausprobiert, oder woher willst du wissen, dass es nichts bringt?<< In Amalias Augen blitzte etwas Kaltes, während ihrem Ton die Süße verloren ging, mit der sie uns eingewickelt hatte. >>Außerdem macht es mich an, zusehen, wie ihr Jungs euch gegenseitig die Schwänze wichst und wenn ihr nicht wollt, dass diese Nacht vorzeitig endet, fangt ihr jetzt besser damit an.<<
Amalia ließ meinen Penis los und sah uns ungeduldig an.
Eigentlich ging es mir ganz so wie Tobi. Einen Mann anzufassen lag jenseits meiner Vorstellungskraft. Aber ich wollte sie doch sehen, wollte sie doch spüren, wollte sie haben.
Also schloss ich meine Augen und tastete nach Tobis schlaffen Schwanz, ignorierte sein >>Was machst du?<< und umschloss den weichen Schaft.
Es war ein vertrautes und zugleich befremdliches Gefühl, das ich zu ignorieren versuchte. Vielmehr konzentrierte ich mich auf Amalias Schönheit. Auf den unbeherrschbaren Reiz, den sie auf mich ausübte. Während ich Tobis Schwanz zu reiben begann, ganz so wie ich es bei mir tun würde. Ganz so, wie es Amalias getan hatte. Mach mir nach… Und dann realisierte ich, dass meinem Kumpel einen runterholte. Dass ich seinen Schwanz wichste. Eine Vorstellung, die in mir einen Brechreiz auslösen sollte, die aber irgendwie – ihren Schrecken verloren hatte. Jetzt, wo ich es tatsächlich tat.
>>Na los Tobi, gib Hendrik etwas zurück. Dann ziehe ich auch meinen BH für euch aus.<<
Tobi begehrte nicht mehr auf. Im nächsten Moment spürte ich eine Hand an meinem Schwanz, die lustlos aber nicht uneffektiv hin und her rieb.
Ich wurde fast neugierig und hätte es mir angesehen, wenn Amalia ihre Ankündigung nicht genau in diesem Moment in die Tat umgesetzt hätte.
Wieder mit einem honigsüßen Lächeln im Gesicht ließ sie die Träger ihres Bustiers heruntergleiten, um uns dann einen Moment der Ewigkeit auf die Folter zu spannen.
In den fremden Schaft kam Bewegung. Er begann sich in meiner Hand auszudehnen, wurde dicker, wurde länger und dann härter.
>>Siehst du Tobi, so eine Männerhand kann Wunder bewirken<<, sagte Amalia süffisant.
Dann erklang das erlösende Schnappgeräusch und zwei wunderschöne Orangen wippten frei in der Luft.
>>Schön weiter wichsen Jungs<<, erinnerte uns Amalia und presste ihren Vorbau mit ihren Armen zusammen, sodass uns ihre frech hervorstehenden Nippel entgegensprangen.
Ich stöhnte und spürte ein lustvolles Pulsieren. >>Ich, Tobi hör auf – sonst.<<
>>Wag es nicht aufzuhören Tobi. Mach ja weiter!<<, donnerte Amalia und drückte ihren Rücken durch, ihre Brüste noch weiter nach vorne. Noch näher zu mir –
Ich biss mir auf die Zunge, versuchte verzweifelt an etwas anderes zu denken. Komm schon Henrik! Das darf dir nicht – Fuuck!
Der Orgasmus überrollte mich. Entsetzt sah ich dabei zu, wie eine riesige Fontäne aus mir hervor spritzte und auf Amalias Brüsten niederging.
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