Es folgten Tage der Qual. Tage, in denen ich kaum zuhause war, um der Präsenz meines Vaters, aber vor allem der meiner Stiefmutter zu entgehen. Die Scham war übermächtig. Das schlechte Gewissen nagte. Auch wenn sich Vera nichts anmerken ließ. Als wäre nichts zwischen uns geschehen… Ich wollte mir einbilden, dass es nie passiert war. Dass ich es nur geträumt hatte. So wie jede Nacht, die auf meinen Geburtstag folgte. Meine Stiefmutter war bei mir, in meinen Träumen. Jede Nacht. Ich sah sie vor mir. Ich sah sie auf mir. Ich sah sie auf mir reiten, sah nichts mehr, weil mir ihre schaukelnden Brüste die Sicht und den Atem nahmen… Ich erwachte mit schmerzhaft pochenden Erektionen und machte es mir selbst in der Dunkelheit meines Zimmers – während ich meine Träume fortspann.
Nicht weil ich es wollte. Nein. Weil ich es musste. Weil mir mein Körper keine andere Wahl ließ. Weil mir der Gedanke an meine Stiefmutter keine andere Wahl ließ…
»Tobias? Bringst du mal deine Wäsche runter? Deine Mutter will noch eine Maschine anstellen, ehe wir losfahren.«
Deine Mutter… Ich hatte mich schon immer daran gestört, dass mein Vater Vera so betitelte. Jetzt störte es noch mehr. Jetzt machte es unsere Tat noch schandhafter.
»Tobias?!«
»Jaah! Bin nicht taub!«, brüllte ich zurück und sammelte widerstrebend meine benutzten Sachen zusammen. Nicht, weil ich mich vor der Aufgabe drücken wollte. Sondern weil ich Angst vor dem Moment hatte, bei dem ich mit Vera allein sein würde. Natürlich hätte ich mich drücken können. Doch mir war klar gewesen, dass dieser Moment früher oder später kommen musste. Ich schluckte trocken. Vermutlich war es gar nicht so verkehrt. Immerhin wollten wir gleich los in die Stadt und nach einem Anzug für den Abiball schauen. Der peinliche Moment würde also von kurzer Dauer sein.
Nichtsdestotrotz war mir geradezu übel, als ich mit dem Wäschekorb die Kellertreppe hinunterstieg.
»Ich dachte schon, dass du mir aus dem Weg gehst…«, sagte Vera mit einem Unnterton, bei dem ich mir einbildete, dass dieser vorwurfsvoll war. Sie richtete sich auf und deutete auf drei Wäscheberge. »Weiß, bunt, schwarz, du kennst das Spiel.«
Ich nickte verkrampft und stellte den Wäschekorb ab, machte aber keine Anstalten, meine Sachen aufzuteilen. Ich suchte nach Worten, versuchte etwas zu sagen. Etwas, das die Situation bereinigte. Etwas, das das Geschehene ungeschehen machte. Doch alles, was ich in meinem Kopf vorfand, war gähnende Leere.
»Was ist los, Tobias?«, fragte mich Vera mit taxierendem Blick, dem ich nicht standhalten konnte.
»Nichts«, erwiderte ich schwach.
Vera lachte auf. »Du machst einen Gesichtsausdruck wie damals, als du aus Versehen das ganze Obergeschoss unter Wasser gestellt hast.«
Plötzlich stand meine Stiefmutter vor mir und zwang mich mit ihrem Zeigefinger unter meinem Kinn, aufzuschauen. »Du hast ein schlechtes Gewissen wegen deinem Geburtstag, oder?«
Ich nickte und vermied es noch immer, ihr in die Augen zu schauen.
»Das brauchst du nicht Tobias. Hörst du? Ich habe dich verführt. Ich bin ganz allein dafür verantwortlich!«
Ich schüttelte energisch den Kopf. Das war zu einfach. Das wollte ich nicht. Es würde alles ins Wanken bringen. Der Gedanke, dass mich meine Stiefmutter verführt hatte, war noch schlimmer als der Gedanke, dass ich sie wie nichts auf der Welt begehrte. Vera war doch meine Ersatzmutter. Der fehlende, perfekte Baustein, der uns wieder zu einer Familie hatte werden lassen. Und Mütter taten so etwas nicht.
Vera nahm mein Kinn zwischen Daumen und Zeigefinger und zwang mich endgültig, ihr in die Augen zu schauen. »Es gibt nichts zu bereuen Tobias. Hörst du? Ich liebe deinen Vater und du bist wie ein Sohn für mich. Daran ändert sich nichts. Aber ich bin auch eine Frau mit Bedürfnissen.« Veras Blick wurde bohrend und erhielt zugleich einen eigenartigen Glanz. »Was war falsch daran, wenn du mich doch begehrst. Was wäre falsch daran, wenn du es immer noch tätest…«
»Wollten wir nicht los?«, hallte die Stimme meines Vaters bis in die Waschküche herab.
Vera grinste schelmisch. Dann rief sie: »Ich erkläre deinem Sohn gerade die Waschmaschine, damit er sich die Arbeit mit seiner zukünftigen Freundin teilen kann. Fünf Minuten!«
Sie griff meine Hand und zog sie an ihren Körper. »Du bist mir noch etwas schuldig Tobias.« Aus dem Funkeln von Veras hellbraunen Augen wurde ein Blitzen. »Hast du schon einmal eine Frau gefingert?«
Die Direktheit meiner Stiefmutter verschlug mir die Sprache. Ich wollte antworten. Ich wollte lügen, wollte ja sagen und gleichzeitig fragen, worauf Vera hinauswollte, denn zu unglaublich schien mir die offensichtliche Motivation ihrer Frage. Doch kein Wort kam über mein Lippen.
Stattdessen sah ich dabei zu, wie Vera meine Hand über den dünnen Stoff ihres Sommerkleides gleiten ließ. Stattdessen spürte ich elektrisierende Schauer durch meinen Körper fahren, als meine Hand ihre Leiste passierte und über ihren Oberschenkel dem Saum des Kleides näher und näher kam. Ich wusste, dass es falsch war. Ich wusste, dass es die Mühlsteine meiner Zwickmühle nur noch vergrößern würde. Dass sie mich zermahlen würden, zwischen Lust und schlechtem Gewissen. Aber ich hatte keine Wahl. Denn die Anziehungskraft, die von Veras Zentrum ausging war übermächtig. Ich war nichts weiter als ein Asteroid im Angesicht der Sonne.
Ich war Jungfrau und hatte noch nie eine Frau gefingert. Welches Mädchen interessierte sich auch für den kleinen Jungen, der eine Klasse übersprungen hatte?… Die Schauer in mir wurden zu einem Pulsieren, welches in meine Lenden ausgriff. Ich hatte es noch nie getan, hatte noch nie ein Mädchen angefasst. Jetzt war es beinahe so weit. Jetzt würde ich es tun. Ich würde eine Frau berühren. Vera, meine Stiefmutter. Eine echte Pussy. Ihre Pussy… Panik wallte in mir auf. Ich würde sie enttäuschen. Ich hatte keine Ahnung wie! Fieberhafte überlegte ich, während meine Hand unter ihrem Kleid verschwand. Während Vera meine Hand auf die Innenseite ihres Oberschenkels legte und mich erwartungsvoll ansah.
Sexualkunde! Ich rief mir die Stunde über die weibliche Anatomie ins Gedächtnis und hörte die Jungs der Klasse schallend lachen, als Frau Siebert geschäftsmäßig auf die schematische Darstellung einer Klitoris deutete, so als würde sie die Funktionsweise einer Zelle erläutern. Der sichtbare Teil der Klitoris ähnelt der männlichen Eichel, ist jedoch ungleich empfindsamer, hatte Frau Siebert ungerührt des Gelächters vorgetragen…
Zögerlich tastete ich, während meine Hose zu zerreißen drohte. Das hier war besser als jeder noch so geile Porno. Das hier war echt. Das Gefühl ihrer stämmigen, fraulichen Schenkel, die mich ganz von allein höher leiteten, bis meine Finger durch lockiges Schamhaar strichen und auf unfassbar weiche Lippen trafen, die sich bereitwillig teilten.
Ich keuchte, Vera lächelte. Sie trug nichts unter ihrem Kleid und ich verstand, dass sie das hier geplant hatte.
»Fass mich an Tobias. Richtig. Wir haben nicht viel Zeit.«
Meine Stiefmutter lehnte sich gegen die Waschmaschine, stützte sich nach hinten ab und öffnete ihre Schenkel.
Und ich keuchte erneut. Die Lippen meiner Stiefmutter klafften regelrecht auseinander und ich spürte betörende Nässe. Spürte es triefen, spürte es an meinen Fingern herabrinnen… Und ich hörte zum ersten Mal in meinem Leben eine Frau stöhnen.
Ich sah auf. Und ich sah eine Frau, die sich genussvoll zurückgelehnt hatte. Die vor weiblicher Lust zu pulsieren schien. Wegen dem, was ich unter ihrem Kleid tat… Ich tastete zitternd nach ihrer Klitoris und fand sie.
Vera keuchte, doch schüttelte gleichzeitig den überstreckten Kopf. »Das kannst du mit kleinen Mädchen machen Tobias. Ich brauche es wie eine richtige Frau.«
Verunsichert hielt ich inne, während mir meine eigene Lust das Denken unmöglich machte. Was meinte sie damit?
»Dring in mich ein Tobias. Schieb mir deine Finger in mein Loch.«
Loch? Finger? Oh Gott!
Es war nicht schwer, Veras Eingang zu finden. Und es war wie ein Schub Endorphine, als ich mit meinem Zeigefinger in sie glitt.
Vera schüttelte erneut ihren Kopf. »Mehr. Tobias. Ich brauche mehr.«
Zögerlich nahm ich meinen Mittelfinger hinzu, ließ ihn langsam zu meinem Zeigefinger gleiten.
»Mehr!«, forderte Vera erneut und so laut, dass ich Angst bekam, mein Vater könnte uns hören.
Fast hastig drückte ich auch meinen Ringfinger in sie und verharrte angsterfüllt, weil ich fürchtete, Vera wehgetan zu haben. Ich spürte ihre Vagina wie einen festen Ring um meine Finger liegen, der sich unregelmäßig zusammenzog und meine Finger regelrecht zusammenquetschte.
»Mach es mir Tobias. Fick mich mit deinen Finger«, forderte meine Stiefmutter kehlig.
Unbeholfen begann ich meine Hand vor und zurückzubewegen, doch schon wieder schüttelte Vera den Kopf.
»Krümm deine Finger zu dir!«
»Gott ja!«
Ich rieb über eine Riffelung und stellte mir vor, es wäre von Wellen geformter Sand. Wellen von Veras Lust. Von der Lust meiner Stiefmutter.
»Kommt ihr jetzt endlich?«, rief mein Vater von oben.
Ich erstarrte.
»Komme gleich!«, brüllte Vera zurück, um sich dann mit einem wilden Ausdruck im Gesicht an mich zu wenden. »Mach bloß weiter Tobias!«
Ich begann meine Stiefmutter zu fingern, ließ meine Fingerkuppen über ihre Sandwellen gleiten.
»Fester Tobias.«
Ein regelrechter Sturzbach ergoss sich auf meine Hand, während es rhythmisch gluckste.
Vera bog sich zu einer Brücke. »Härter Tobias!«
Meine Bedenken, Vera zu verletzen, lösten sich in Luft auf, als ich meine Finger mit all meiner Kraft im Schoß meiner Stiefmutter versenkte. Als sie dennoch nach mehr forderte. Meine Schulter brannte wie Feuer. Doch selbst, wenn mir der Arm abgefallen wäre, hätte ich nicht aufgehört. Zu magisch war das, was sich vor mir abspielte: Veras gemartertes Gesicht. Ihr bebender Vorbau. Der dunkle Fleck in ihrem Kleid, den ich mit jedem herausgleiten vergrößerte. Das Bildnis von sich stauender Lust kurz vor der Explosion.
»Oooooh Tobias!«
Rhythmisches Krampfen, welches meine Finger zerquetschte. Das weiße in den Augen meiner Stiefmutter. Saft, der mir bis auf den Unterarm lief. Ein leidvoller Laut, welcher sich durch einen zusammengepressten Kiefer stahl. Dann erschlaffte Vera und ganz langsam begann sich die Welt weiterzudrehen.
© Copyright 2026 – Alle Inhalte, insbesondere Texte, sind urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte, einschließlich der Vervielfältigung, Veröffentlichung, Bearbeitung und Übersetzung, bleiben vorbehalten, Daryan


Schreibe einen Kommentar