
Es folgten Tage der Qual. Tage, in denen ich kaum zuhause war, um der Prรคsenz meines Vaters, aber vor allem der meiner Stiefmutter zu entgehen. Die Scham war รผbermรคchtig. Das schlechte Gewissen nagte. Auch wenn sich Vera nichts anmerken lieร. Als wรคre nichts zwischen uns geschehenโฆ Ich wollte mir einbilden, dass es nie passiert war.…

>>Ich gehโ ins Bett<<, lallte mein Vater und erhob sich schwerfรคllig vom Tisch, auf dem geleerte Flaschen und ein รผberlaufender Aschenbecher den Beweis eines aus dem Ruder gelaufenen Abends erbrachten. Wann waren Erik und Lars abgehauen? Mein alkoholgeschwรคngerter Verstand versuchte einen klaren Gedanken zu fassen. Doch immer, wenn ich den Faden einer Erinnerung zu greifen…

>>Nimm ihn doch mal!<<, sagte meine Frau mit mรผhsam unterdrรผckter Aggression in der Stimme. Ich schluckte eine Erwiderung herunter und nahm Lukas entgegen, der schrie, als wรผrde er gerade misshandelt werden, wรคhrend unsere vierjรคhrige Tochter an meinem รrmel zerrte. >>Papa, kannst du mit mir spielen?<< Riekes Eltern bedachten meine Frau mit mitleidigen Blicken. Warum sie?!…