Was für ein Arsch! Was für ein mieses Arschloch!, schallte es durch meinen Kopf, während mir stumme Tränen die Sicht verschwimmen ließen.

Ich scrollte durch mein Handy. Lena anrufen. Scheiße, nicht bei WhatsApp! Diese scheiß App! Diese scheiß Welt!, schrie ich innerlich, als die Mailbox meiner besten Freundin ansprang.

Eine Nachricht ploppte auf. »Na Süße, wollen wir uns nachher nicht auf ein Eis treffen?«

Norina… Ein Eis? Sonne, gut Laune?! Mein innerer Widerstand wuchs zu einer unüberwindbaren Mauer. Ich wollte mich verkriechen, wollte in meinen Tränen ertrinken, wollte… reden. Aber mit Norina?

Ich rief nochmal bei Lena an, doch wieder antwortete nur ihre Mailbox.

Norina… Würde sie sich mein Leid anhören? Kannten wir uns gut genug dafür?

Hast du Zeit, zu reden

Antwortete ich knapp und anders als es meine Art war. Ohne Smileys, ohne blumige Worte. Und Norina schien sofort zu verstehen, dass die Lage ernst war.

Klar, ich komme vorbei.

Dann war sie da, stand in meiner Tür und ihr Blick fiel direkt auf den Haufen von Lennarts gegen die Wand geworfenen Sachen, die nun einen traurigen Haufen bildeten. Klamotten, Zahnbürste, seine Campingausrüstung, mit der wir noch vor zwei Wochen unterwegs zum Bouldern gewesen waren. Alles, was von uns übrig geblieben war. Ein Schutthaufen.

Norina schien eins und eins zusammen zu zählen, doch sie sagte nichts. Stumm schloss sie mich in ihre Arme.

Ich begann auf der Stelle zu heulen, versuchte erst gar nicht die Tränen zurückzuhalten. Sie wären ja doch gekommen. Und so saute ich Norinas beiges Top mit dem Gemisch meines Kajals und meiner Tränen ein.

Sie schien es nicht zu bemerken – oder sie störte es nicht. Sie stand einfach nur da, drückte mich an ihre weiche Brust, an der kein Bügel eines BHs störte und kraulte mir durch die Haare.

Es war ein wenig so, als hätte ich in den Armen meiner Mutter gelegen. Als wäre ich plötzlich wieder klein. Klein und verletzlich. Und dass Norina einen Kopf größer als ich war, verstärkte diesen Eindruck nur.

»Hat er dich betrogen?«, fragte Norina nach einer gefühlten Ewigkeit.

Ich schüttelte den Kopf und verschmierte meinen Kajal noch weiter. »Nein.. Er hat… hat einfach nur Schluss gemacht. Hat mir einfach nur eine Nachricht geschrieben… War nicht mal hier.«

Norina lachte trocken. »Typisch Männer. Feige, wenn es drauf ankommt.« Sie drückte mich ein wenig von sich weg, um mir in die Augen zu schauen. »Besser, dass du ihn los bist!«

Norina war noch nie bei mir zuhause gewesen, doch sie führte mich zielsicher ins Wohnzimmer und zog mich mit auf das Sofa und in ihre Arme, denn ich hatte schon wieder begonnen zu weinen.

Sie hielt mich fest an sich gedrückt und wartete, bis ich mich in ihrer Umarmung langsam beruhigte.

Sie küsste mir auf die Stirn. Eine sanfte Berührung. Eine fürsorgliche Berührung. Ein Kuss. Der einer Frau. Für einen Moment war ich verwirrt, doch als sich ihre Lippen ein zweites Mal auf meine Stirn legten, nahm ich das Gefühl, welches damit einherging, dankbar entgegen. Es war Trost, den Norinas Lippen transportierten. Es war Verbundenheit. Es war ein Netz, welches mich auffing. Es war Nähe…

Noch ein Kuss. Noch eine intime Berührung an dem Punkt wo mein Nasenbein und meine Augenbrauen zusammen liefen. Ein Schaudern durchfuhr mich, als ich die Veränderung spürte. Als ich bemerkte, dass ich nicht mehr in den Armen einer tröstenden Mutter lag. Als ich mir bewusst wurde, dass ich mehr wollte.

Scheu sah ich zu Norina auf, sah mit tränenverschleierten Augen in ihr hübsches Gesicht. Es war der verletzlichste Moment meines Lebens.

Ich war vollkommen wehrlos. War vollkommen hilflos. War nicht in der Lage, mich zu artikulieren. Mein Bedürfnis zu teilen. Hatte Angst vor der Ablehnung. Dabei war sie es doch, die mich verführte! Tat sie das?

Sie tat es! Ein erneutes Schaudern durchfuhr mich als, sich ihr Gesicht näherte. Als sich ihre Augen schlossen sich ihre Lippen auf die meinen legten. Für einen endlosen Kuss. Für Prickeln. Für eine Kette an Explosionen. Eine Frau küsste mich. Ich küsste ein Frau! Es war alles so gleich. Es war alles so anders. Es waren Lippen, die die meinen Berührten. Es war eine Zunge, die die meine umspielte. Und doch war es sanfter. War es weicher. War es süßer.

Norina fuhr meinen Rücken herab und glitt unter mein Top, streichelte über meine Haut, über den Verschluss meines BHs, den ich mir plötzlich geöffnet wünschte. Wollte sie auch mehr?

Ich ahmte Norinas Berührung nach, strich über ihre Seite und unter ihr Top, glitt hoch und stockte, als mir wieder einfiel, dass sie nichts darunter trug. Ich spürte ihr Zwerchfell an meinem Unterarm. Spürte ihren Brustkorb an meinen Fingerspitzen. Ich spürte ihren Atem, der so aufgeregt wie mein eigener schien. So erregt… Ich tastete weiter und erschauderte ein weiteres Mal, als meine Fingerspitzen auf einen weichen Ansatz trafen.

Sinnlicher Trost unter Freundinnen

Die Brüste einer anderen Frau. Unzählige hatte ich in meinen sechsundzwanzig Jahren gesehen. Nie hatten sie mich interessiert. Bis jetzt. Auf einmal waren sie aufregend. Auf einmal fragte, ich mich,, wie sie aussahen. Ob sie nach außen fielen, ob sie spitz nach vorne stachen und wie groß und von welcher Farbe ihre Vorhöfe waren. Ob sie meinen glichen… Ob sie attraktiver waren?

Mit einer gekonnten Bewegung ließ Norina den Verschluss meines BHs aufschnappen. Ein neuerlicher Schauer. Ich griff reflexartig zu. Versenkte meine fünf Finger in Norinas rechte Brust und spürte ihren Nippel hart in meinen Handteller drücken.

Ihre Lippen rissen auf. Sie keuchte in meinen Mund, nur um sich im nächsten Moment von mir loszureißen und ihr Top über den Kopf zu ziehen.

Ich schaute auf ihre Brüste, wie ich noch nie auf die Brüste einer Frau geschaut hatte. Und ich schaute nicht. Ich starrte.

Norina lächelte und glitt mit beiden Händen unter mein Top, schob es mitsamt meines losen BHs hoch und über meine Arme, warf beides zu ihrem Top auf den Boden.

Sie betrachtete mich und ich fühlte mich mit einem Mal unsicher. Meine Brüste waren klein, vor allem kleiner als die Norinas. Und da war ein hässlicher Leberfleck direkt neben meinem linken Vorhof – der größer war als der rechte…

»Du bist hübsch«, sagte Norina und lächelte erneut.

Zaghaft lächelte ich zurück, gleichzeitig lähmte mich meine Unsicherheit. Machten wir einen Fehler?

Norina drückte sich hoch und kam über mich. Ihre langen Haare fielen mir ins Gesicht, rahmten mein Blickfeld wie ein goldener Vorhang. »Genieße einfach.«

Ihre Hände glitten in meine Pants und zogen sie sanft über meine Oberschenkel. Sie landete auf meinen Knöcheln und während ich noch überlegte, ob ich wirklich aus ihren Beinen heraussteigen sollte, drückte Norina meine Schenkel sanft auseinander.

Sie küsste mich. Und während sie mich küsste, legte sich ihre Hand auf meinen Tanga. Ohne Umwege. Ohne Streicheln. Ohne zu teasen. Sie schmiegte sich an mich. An mein Schambein, an meine Pussy. Und ich spürte ihre Wärme durch den dünnen Stoff meines Tangas, wo sie gemeinsam mit meiner eigenen Wärme Hitze entbrennen ließ.

Ich strampelte die Hose von meinen Füßen und riss an den Knöpfen von Norinas Jeans, wollte unbedingt erwidern, was sie mir gab.

Ich stellte mich unbeholfen an, fühlte mich wie ein unbeholfener Junge bei seinem ersten Mal mit einer Frau. Doch Norina schien dies nicht zu stören. Sie half mir, ihre Hose auszuziehen, ihren Tanga gleich mit. Kurz sah ich natürlich gelockte Schönheit, ehe mir ihr goldener Vorhang die Sicht nahm. Ehe ich nichts mehr sah, weil ich meine Augen vor Wonne schloss. Kapitulierend vor dem Gefühl, welches sich in meinem Unterleib ausbreitete. Welches mich eroberte, zusammen mit Norinas Fingern, die den Tanga zur Seite geschoben hatte und leidenschaftlich durch meine nassen Lippen glitten.

Unsere Zungen tanzten. Norinas Finger spielten, sie spielten mit mir. Brachten mich zum klingen. Brachten mich zum stöhnen. Sie kraulten, klopften, kreisten und stießen, als würde sie spüren können, was ich spürte. Als, ob ich es mir selbst machte, in einem Rhythmus, den nur ich kannte.

Ich stöhnte in Norinas Mund, biss in ihre Lippen. Und dann stöhnte sie mit mir.

Sie saß auf meinem Oberschenkel, schmiegte sich an mich, rieb sich, ritt mich, während sie mich fingerte.

Nass und weich und heiß war das Gefühl auf meinem Oberschenkel, pure Ekstase war die Erkenntnis, dass ich mit einer Frau schlief. Dass wir vögelten, dass wir fickten… Dass…Fuuuuck!

Ich kam auf Norinas Fingern, während ihr Becken auf meinem Schenkel wirbelte. Ich kam während die Brüste einer Frau über die meinen rieben. Ich kam mit meiner Freundin und die Explosion, die sie mir schenkte, war wundervoller Trost.

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