Timo hatte mich mit einem Musikinstrument verglichen. Als wir uns kennenlernten und ich ihm irgendwann offenbart hatte, dass ich nur wenig Lust auf Sex in mir trug. Am Verstärker drehen nützt nichts, wenn man eine Violine in den Händen hält. Ich hatte lachen müssen, hatte nicht verstanden, wie ernst seine Worte gemeint gewesen waren. Denn Timo liebte es, mit mir zu spielen. Und ich liebte es, von ihm bespielt zu werden.
Ich hatte nicht mehr Sex als in meinen vorherigen Beziehungen und dennoch war der Sex, den wir hatten, so viel intensiver, so viel besser. Weil das Vorspiel nie endete. Weil Timo mich kontinuierlich fütterte. Auch hierfür hatte er einen passenden Vergleich. Sex ist wie ein guter Sauerteig, der kontinuierlich Nahrung braucht. Und ich erhielt Nahrung im Überfluss.
>>Ich habe noch eine Aufgabe für dich<<, sagte Timo, als ich schon halb aus der Tür war.
Ich drehte mich zu ihm um, war tatsächlich überrascht. Ich hatte bereits eine Aufgabe erhalten, trug einen verboten kurzen Rock zu schwarzen Netzstrümpfen. Netzstrümpfe, die dafür sorgten, dass mein Rock immer wieder nach oben rutschte.
Timo zeigte ein neckisches Grinsen, welches seine kantigen Züge kaum weicher erscheinen ließ. Er hob seine Hand und krümmte seinen Zeigefinger, zog mich an unsichtbaren Seilen zu sich heran. Dann ließ er seine Hand sinken und ich spürte seine Finger über meinen Bauch gleiten. Über das Piercing, welches ich mir auf Timos Wunsch hatte stechen lassen. Tiefer, so tief, dass sich mein Atem beschleunigte. Er fasste unter meinen Rock und griff in meinen Tanga.
Ich stöhnte, als er dabei über meine Schamlippen fuhr. Als er an einem weiteren Piercing hängen blieb, welches mein Lustperle zierte. Auch dieses hatte ich mir für ihn stechen lassen. Auf seinen Wunsch… Auf seinen Befehl.
Timos Finger griffen zu und mein Tanga rutschte über meine Schenkel.
>>Heute gehst du ohne<<, kommentierte er süffisant. >>Na los, wir verpassen sonst die Vorband.<<
Meine Schenkel rutschten, flossen bei jedem Schritt aneinander entlang, so nass war es zwischen meinen Beinen, als ich über den Parkplatz schritt. Zwischen den Dutzenden, dann hunderten Menschen, die sich zum Tor hin zu einer einzigen Masse verdichteten. Ich spürte die Blicke. Die Männer, die mich verstohlen oder unverfroren angafften. Ohne Timo hätte ich es beängstigend empfunden. Mit ihm war es erregend. Es war, was er wollte. Es war die Wirkung, die er erzielen wollte. Mein tiefer Ausschnitt, das bauchfreie Top, der kurze Rock und meine langen Beine… Wenn sie wüssten, dass ich nichts drunter trug… Dass ich mich nur bücken müsste, um ihnen ein weiteres Piercing zu offenbaren. Um mich zu offenbaren…
Timo drückte sich von hinten an mich. >>Halt mal<<, flüsterte er mir ins Ohr und drückte mit sein Bier in die Hand.
Ich japste nach Luft, als ich seine Hand unter meinem Rock spürte. Als seine Finger Platz forderten und sich auf meine Lippen legten.
Mein Blick sprang. Er sprang von links nach rechts. Von einer Gruppe, die sich lautstark unterhielt, hin zu zwei mittelalten Männern, die in meinen Ausschnitt schielten.
In der Menge, vor aller Augen – eine Exhibitionismus Geschichte
Timos Finger gruben. Timos Finger fanden. Er zupte an dem Piercing und elektrische Schläge fuhren durch meine Klit. Meine Beine schoben sich von selbst auseinander. Ich fühlte mich zur Schau gestellt, entblößt. Ich fühlte mich anrüchig und so verdorben. Ich fühlte mich unglaublich erregt. Erregt von Timos Dreistigkeit. Davon, dass er mit mir tat, was er wollte.
Noch einmal zupfte Timo an meinem Piercing, ließ mich erstickt aufstöhnen, ehe seine Hand entschwand. Ehe er mir mit glitzernden Fingern sein Bier abnahm und den vor uns in Sicht kommenden Ordnern vergnügt entgegenlächelte.
Ich nahm meinen letzten Schluck Bier und hätte mich beinahe verschluckt, als ich sah, wie sie einen nach dem anderen abtasteten. Ein ziehender Schmerz ging durch meinen Hals, als mich ruckartig zu Timo drehte.
Doch er zuckte nur mit den Schultern. >>Da musst du jetzt wohl durch.<<
Eine gelangweilt dreinblickende Frau mit tiefen Augenringen und ergrautem Haaransatz winkte mich zu sich. Ihre Hände glitten über meine Arme, meine Taille und an meinen Oberschenkeln herab. Dann wechselte sie auf die Innenseite und mein Herz blieb stehen.
Ihre Hände bewegten sich nur bis zu meinem Rock. Doch das reichte vollkommen aus. Ihre Augen weiteten sich, während mir das Blut in den Kopf schoss.
>>Freaks<<, zischte sie und zerrte einen feuchtglänzenden Einweghandschuh von ihrer linken Hand.
Ich nahm dies als Du kannst durchgehen und beeilte mich so schnell wie möglich Distanz zu der Frau aufzubauen.
Timo lachte und nahm mich an die Hand.
>>Nicht witzig<<, grummelte ich, obwohl ich wusste, dass ich spätestens morgen selbst drüber lachen würde.
Mein Freund zog mich in Richtung Bühne und schob mich mitten hinein in das immer dichter werdende Gedränge. In die Masse der Körper, das Gemisch von Schweiß und übertünchenden Deos. Ich sog es genussvoll ein, während ich in Erinnerungen zu schwelgen begann. Erinnerungen an Festivals in Matsch und Regen. An Festivals in brütender Hitze. Von schalem Dosenbier und unverbindlichen Begegnungen. Und plötzlich tanzte ich zu Linkin Park. Plötzlich sang ich aus voller Kehle mit… Plötzlich war ich wieder 25 – und doch war ich nicht hier mit meiner Studi Clique. Ich war hier mit Timo. Und Timo hatte Pläne.
Seine Hände lagen auf meinen Hüften. Sie zogen. Sie schoben. Sie bewegten meinen Rock höher und höher, während ich in der Menge tanzte.
Ich bemerkte es, doch wehrte mich nicht. War euphorisiert vom Moment, fühlte mich sicher in der dichtgedrängten Masse. Fühlte mich erregt von dem Gefühl, nackt zu sein. Bloßgestellt zu sein. Meine Pussy lag frei. Immer wieder glitt mein Blick über die hochgerafften Falten meines Rockes, der mir die Sicht versperrte, auf das was die Menschen neben und vor mir sehen könnten, wenn sie ihre Blicke nur einen Moment von der Bühne lösten.
Timo rieb sich an meinem nackten Po und ich mich an seiner Härte, die sich durch seine raue Jeans zwischen meine Backen drückte.
>>Hol deine Brüste raus<<, raunte mir Timo ins Ohr und hinterließ einen Schauer, der an meinem Hals herabrann und zu einem Prickeln wurde, welches tief in mein Lustzentrum fuhr.
Ich tat, was er verlangte, präsentierte meine nackten Titten der Menge, doch nur bis Timo sie von hinten umfasste und hart in meine Nippel kniff.
Ich stöhnte, schrie meine Lust heraus, während der elektronisch verstärkte Sound von Schlagzeug und Gitarre durch meine Beine fuhr.
>>Jetzt will ich, dass du kommst. Mach es dir selbst!<<
Der Befehl war Hitze. Solche Hitze, dass ich darin verglühte. Ich fasste mir zwischen die Beine und begann mich ungeniert zu reiben. Begann mich mit mehreren Fingern in meine auslaufende Pussy zu ficken. Hart und kompromisslos wie es Timo tun würde, wenn er jetzt in mir gewesen wäre. Oh wie sehr ich ihn mir jetzt wünschte. Seinen harten Schwanz in mir, die Blicke der Leute auf mir.
>>Fuuuuck!<<, brüllte ich, während es mich überrollte.
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