In meinen Ohren rauschte, in meinen Fingern und Zehenspitzen kribbelte es. So wie damals, kurz bevor die Ohnmacht kam. Damals in der Schule, als wir in der Hocke hyperventilierten, um diese erschreckende und doch aufregende Erfahrung zu machen. Wir waren unschuldig gewesen. Unschuld… Spätestens jetzt würde ich sie ganz und gar aufgeben. Jetzt, wo ich Grenzen überschreiten würde, die ich mir damals nie hätte vorstellen können.

Ich sah zu ihm auf. Zu meinem Mann. Sah seinen Kehlkopf, wie er sich unentwegt bewegte, in dem diffusen Licht, welches die Dunkelheit kaum durchdrang. Es war ein surrealer Ort. Eng umgrenzt von schwarzen Wänden, die bedrängten und zugleich schützten. Wie eine eigene kleine Welt. Ein Ort jenseits der Realität. Ein Ort an dem ich die Fantasie meines Mannes wahr werden lassen würde.

Das Kribbeln wurde stärker und ich bildete mir ein, ein Flimmern vor meinen Augen zusehen. Bläulich weiß, wie damals…

»Ist alles okay?«, fragte Mattis mit tonloser Stimme und so leise, als könnte uns jemand hören.

Vielleicht war dem so. Vielleicht, hinter der dünnen Wand. Hinter dem Loch, vor dem sich goldenes Lametta wiegte. Im Takt lasziver Musik, die genau durch diesen Vorhang hereinzuwehen schien.

»Ja«, log ich.

Nichts war okay. Meine Aufregung war im Begriff, mich aufzufressen. Mich zu verschlingen und an einen Ort zu reißen, von dem es kein Zurück mehr gab. Das kribbelnde Gefühl begann zu wandern, kroch meine Arme und Beine hinauf und verband sich in meiner Körpermitte, ließ sie erbeben. Mir wurde schwindelig.

»Ich liebe dich Sarah«, sagte Mattis. »Ich liebe dich so sehr.«

Er drückte mich gegen die Wand, die im ersten Moment nachzugeben schien. So dünn. Doch sie hielt. Sie hielt mich wie seine Lippen. Wie der Kuss meines Mannes. Ein Stückchen Gewohnheit. Ein Stückchen Sicherheit. Liebe, die ich verloren zu haben glaubte, als er mir seine Fantasie zum ersten Mal gebeichtet hatte. Als er mir davon erzählte. Von mir und anderen Männern. Wie er sich vorstellte, dass ich sie anfasste, mich anfassen ließ. Wie ich es mit ihnen tat…

Es schmerzte immer noch. Ich sah noch deutlich seinen leidgeplagten Blick, als ich ihn als pervers beleidigt hatte. Um zu verstehen, hatte ich Zeit gebraucht. Dafür, dass seine Beichte ein unglaublicher Vertrauensbeweis gewesen war. Und dann hatte ich mich nicht weniger, sondern mehr geliebt gefühlt.

Ich hatte ihm nichts versprochen und dennoch waren wir hier. Allein diese Tatsache schien etwas in Mattis zu bewegen. Ich spürte es. Die Energie, die buchstäblich aus jeder seiner Poren sprühte. Die Lust. Die Erregung. Noch stärker als die Leidenschaft mit der wir uns entdeckt hatten, damals in unseren ersten gemeinsamen Nächten.

Er hatte ihn ausgesucht. Ihn, den Fremden. Oben an der Bar, während ich gewartet hatte. In diesem Raum. In dieser Dunkelheit. In dieser Ungewissheit. Zweifel hatten nach mir gegriffen, taten es immer noch. Konnte ich es überhaupt? Und würde Mattis es können?! Würde er es immer noch geil finden, dann, wenn es wirklich geschah?

Das Lametta raschelte. Mattis unterbrach unsere Verbindung. Beide starrten wir auf den Vorhang. Erst geschah nichts. Dann war er da. Einfach so. Ein fremder Penis, der sich durch goldene Schnipsel reckte. Eine mattschimmernde Eichel. Ein gerader Schaft. Die Erektion eines anderen Mannes, der nur Zentimeter entfernt stand. Nur getrennt von dieser dünnen Wand… Es war unglaublich und gleichzeitig so banal, wie der fremde Schwanz in unsere Kabine ragte. Aber was hatte ich erwartet?

Ich blickte zu meinem Mann, der wie erstarrt wirkte. Dessen Blick an der Erektion zu kleben schien. Und ich begriff, dass er nicht weiter in der Lage war, zu führen.

»Bist du dir sicher?«, fragte ich leise.

Mattis Kopf schien sich zu bewegen. Beinahe hätte man ein Nicken interpretieren können. Ich ließ meine Hand in Richtung des Lochs wandern, noch immer nicht wissend, ob ich selbst überhaupt wollte. Die Idee mit dem Glory Hole war eine gute gewesen. Ohne die schützenden Wände, konfrontiert, mit einem fremden Mann, wäre ich überfordert gewesen. Dessen war ich mir nun sicher.

»Für dich«, flüsterte ich und lies meine Hand weiter wandern. Soweit, bis meine Fingerkuppen Wärme signalisierten. Weiche und darunter liegenden Härte. Ich spürte ein Pochen. Einen fremden Herzschlag. Fremde Erregung.

Der Mann auf der anderen Seite wusste, was ihn erwartete. Und in welcher Konstellation. Er wusste, dass eine Frau auf ihn wartete. Weil ihr Mann dies so wollte. Ob er sich mich vorstellte? Ob er mich schon gesehen hatte? Gewiss würde er es hinterher… Nur ich selbst würde es nicht wissen. Es war dieser Gedanke, der plötzlich für ein leichtes Kitzeln sorgte.

Meine Fingerkuppen wanderten weiter, ohne, dass Mattis irgendeine Reaktion zeigte. Stumm stand er da. Nur seine Augen zeigten, dass in seinem Kopf alles auf einmal passierte. Sie waren Gläsern, wie die eines Fieberkranken. Sie waren geweitet, wie die eines Gefolterten.

Ich strich über den fremden Schaft und umschloss ihn schließlich, fühlte mich plötzlich mächtig. Begriff, dass ich gleich zwei Männer in meinen Händen hielt. Das Kitzeln wurde stärker, wurde zu Begierde. Es fühlte sich aufregend an. Es fühlte sich gut an.

Ich spreizte meinen Daumen ab, tastete, fand. Strich über seidige Glätte bis zu einer feuchten Spitze. Glitt auf die Unterseite, über das Frenulum, und meinte ein Seufzen zu hören.

Ich wollte Sex. Der Gedanke kam plötzlich. Kam unerwartet. Er kam vulgär. Ich sah die Wörter, wie sie sich mit meiner eigenen Stimme gesprochen, in meinem Kopf formten. >Ich will einen Schwanz spüren.< Nein. Nicht einen. Den Fremden. Der Reiz der Profanität wurde übermächtig. Da. Hier war er. Einfach so. Wartete darauf, bedient und benutzt zu werden. Von mir…

Eine Glory Hole Geschichte – der eigene Mann als Zuschauer

Als ich wieder hinsah, sah ich meine eigene Hand, wie sie ihn ruckartig wichste.

Jetzt war da definitiv ein Seufzen von jenseits der Trennwand. Ein Stöhnen. Das Stöhnen eines fremden Mannes. Tief und maskulin.

Das Verlangen gewann an Kraft. Und mit ihm der Gedanke, dass der fremde Mann derart stöhnen könnte, während er sich in mir bewegte. Vollkommen anonym…

Ich streckte die Hand aus. »Mattis…«

Zuerst verständnislos blickte er auf meine geöffnete Handfläche. Dann kam es. Dann sickerte das Verstehen in seinen Verstand. Was hätte ich auch sonst von ihm haben wollen? Was hätte er mir sonst geben können?

Sein Mund klappte auf. Seine Hand tastete in seine Hosentasche. Er wirkte fremdgesteuert. Fremdgesteuert von mir.

Mattis hielt es mir hin. Das golden verpackte Präservativ, das für uns beide bestimmt gewesen war. Das Latexfreie. Das, welches nicht brannte. Jetzt war es nicht mehr für uns bestimmt. Hier und heute würden wir keinen Sex mehr haben. Stattdessen wäre Mattis dabei, während ich mit einem anderen Sex hatte.

Der Gedanke überraschte mich aufs Neue, während ich die Folie aufriss. Die Gewissheit, mit der ich die Entscheidung getroffen hatte – die Gelegenheit nicht verstreichen zu lassen. Andererseits, welcher Mensch liebäugelte nicht mit diesem Gedanken. Mit dem Gedanken, fremde Haut zu spüren? Und welche Frau erhielt schon Gelegenheit dazu, dies in der Sicherheit, in der Anwesenheit ihres Partners zu tun?

Ich realisierte, dass es dieser Umstand war, der mich so selbstsicher, so frei in meiner Lust sein ließ. Niemals hätte ich mich alleine in diese Kabine getraut. Niemals hätte ich mich alleine getraut, einen fremden Mann auszuwählen. Die Angst hätte mich gelähmt, hätte jene Begierde erstickt, die mich jetzt so sehr vereinnahmte. Die mich das Kondom ungeduldig über den Schaft des unbekannten rollen ließ.

Er zuckte kurz. Dann hielt er still, bis meine Finger mit dem Rand des Gummis an seiner Peniswurzel stoppten.

Mein Herz machte einen Satz, als ich seine Reaktion interpretierte: Freudige Überraschung.

Ich trat vor das Loch und ließ die Falten meines Rockes über den in die Kabine ragenden Schwanz fallen und ging auf die Zehenspitzen. Ich blickte Mattis an, während sich der Fremde gierig zwischen meine Backen drängelte. Als er spürte, wo sich sein Schwanz befinden musste. Als er merkte, dass sich kein Höschen im Weg befand.

Kaum mehr als die Ahnung von Licht, drang noch an mir vorbei und in die Kabine. Mattis war mit der Dunkelheit verschmolzen.

»Komm zu mir«, forderte ich ihn auf.

Und natürlich kam er.

Ich tastete in die Richtung aus der mir sein heißer Atem entgegen schlug. Dann spürte ich seine Wange, glitt an seinen Hinterkopf – und zog ihn zu mir herab. Vollkommen ruhig, vollkommen kontrolliert im Außen. Doch in meinem Innern tobte die Anarchie meiner Gefühle, wirbelte gleich einem Sturm durch meine Eingeweide, vertauschte und verdrehte sie. Ließ mich die Höhen und Tiefen unserer Beziehung allesamt in diesem einen, winzigen Augenblick durchleben. Dem Augenblick, in dem ich Mattis küsste und ein fremder Schwanz meine Labien spreizte.

Meine Zunge drang in Mattis Mund. Der fremde Schwanz in meine Pussy. Tief, unendlich tief. Und noch tiefer… als ich zurück auf meine Hacken sank.

»Halt mich«, flüsterte ich, ehe meine Zunge zurück in Mattis Mund drängte.

Und mein Mann hielt mich, während die hölzerne Wand in meinem Rücken erzitterte. Während sich der Fremde zu bewegen begann. Während ich gefickt wurde.

Die Tatsache löschte jedwedes Denken in meinem Kopf. Ließ keinen Platz für Bedenken, während mich ein Orkan aus Liebe und Lust hinwegfegte.

Seufzer befreiten sich aus meiner Kehle und wurden von den bebenden Lippen meines Mannes erstickt. Von seiner Zunge, die hilflos versuchte, die meine zu umklammern. Die nach Hilflosigkeit und Hingabe und Leidenschaft schmeckte. Gott, war ich erregt. Gott, wollte ich mehr davon. Mehr von dem Gefühl; der fremden Präsenz in meiner Pussy. Dem Gleiten, dem Rutschen, dem Pressen und dem Druck. Der unbeschreiblichen Tatsache, dass sich die verpackte Erektion meines Mannes gegen meinen Bauch presste, während die eines anderen in mich stieß. Die Eier eines anderen rhythmisch gegen meine Schamlippen prallten.

»Fuck!«, entschlüpfte es mir.

Dann verschlossen mich Mattis Lippen abermals. Doch nun mit maßloser Gier. Gier die mich fast stärker antrieb, meine Lust fast stärker entfesselte als die Stöße in meinem Unterleib.

Jetzt war ich die, die gefoltert wurde. Die, die physische Schmerzen verspürte. Ich wollte, ich brauchte den Orgasmus wie eine Verdurstende das Wasser. Doch der Fremde verweigerte mir die Erlösung, als er stöhnend in mir verharrte und so stark zu zucken begann, dass mein klammernder Beckenboden sein Pumpen erspürte.

»Fass mich an!«, befahl ich verzweifelt an niemanden Bestimmtes gerichtet und als der Schwanz des Unbekannten aus mir herausrutschte.

»Mmmmpf!«, presste ich erleichtert hinaus, als erneut etwas in mich drang. Kürzer, dünner, doch zielgerichtet meinen G-Punkt penetrierend. Dann legten sich zusätzliche Finger auf meine Klit und begannen mit dem Daumen in mir zu schaukeln und zu reiben.

Ich zerfloss auf der Hand eines anderen, hörte zusammen mit meinem Ehemann das Schmatzen, das mein eigener Saft und ein fremder Mann verursachten – und verbiss mich in Mattis Unterlippe, bis metallische Feuchtigkeit meine eigenen benetzte. Krämpfe erschütterten meinen Unterleib, meinen gesamten Körper und dann explodierte ich in den Armen meines Mannes.

Wir verließen die Kabine. Ich auf wackeligen Beinen und mit einem lauten Summen in meinem Kopf. Mattis mühsam kontrolliert, doch immer noch aufgepeitscht und mit einer Erektion, die sich nicht mehr legen wollte. Ich spürte das schlechte Gewissen sauer wie Magensäure in mir aufsteigen. Wir waren doch für ihn hierhergekommen. Und jetzt war ich die, die einen Rausch durchlebt und vollkommene Befriedigung geschenkt bekommen hatte… Doch jetzt wollte ich weg, wollte den mich überfordernden Eindrücken entfliehen. So schnell und so weit wie möglich. Nur noch nachhause…

Ich griff Mattis Arm und drückte ihn fest, hielt mich an ihm fest, weil ich in Scham zu versinken drohte.

Er küsste mir auf den Haarschopf und legte einen Arm um meine Schultern. Und dann tat er, was ich nicht verstand: Er bedankte sich bei mir und führte mich aus dem Club hinaus.

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