»Ich bin mit den Kindern am Wasser, viel Spaß Schatz«, rief mir Thilo aus dem Flur zu, während er sich die Strandtasche über die Schulter warf. Im Hintergrund hörte ich das ungeduldige Quengeln unserer beiden Töchter.
Mein Herz quoll über vor Liebe. Vor mütterlicher Hormone, die mich drängten, meine Familie nicht alleine zu lassen.
»Aber wenn dich ein Mann massieren sollte, dann bleibt das Handtuch schön über deinem verheirateten Popo liegen.«
»Natürlich Schatzi«, lachte ich. »Bis daann!«
Die Tür fiel zu und ich versuchte meine albernen Gefühle zu unterdrücken. Es war doch nur für ein, zwei Stunden! Außerdem hatte Thilo Recht. Es war überfällig, dass ich mir mal etwas gönnte – nur für mich.
Ich nahm den Fahrstuhl in den Keller des Hotels. Und als sich die Schiebetüren öffneten, war es, als würde ich eine andere Welt betreten.
Leise Musik erfüllte die von ätherischen Ölen geschwängerte Luft. Gedimmtes Licht und terrakottaverputzte Wände schufen eine warme Atmosphäre. Ich ging einen Flur entlang in einen kleinen Empfangsbereich. Eine untersetzte Frau empfing mich, begegnete mir mit einem ehrlichen Lächeln, welches sich bis zu ihren dunklen Augen zog. Und ich spürte, wie meine Verpflichtungen von mir abfielen. Wie ich, ich sein durfte… Nur ich.
Die Frau nahm ein Handtuch und wies mich durch eine unscheinbare Tür.
Ich zog mich aus, hatte eigentlich vorgehabt meine Unterwäsche anzubehalten, doch jetzt und hier, in Anwesenheit dieser sympathischen Masseurin, fühlte es sich einfach natürlich an – auch diesen letzten Rest Stoff von meinem Körper zu streifen. Mit mir zu sein. Mich zu spüren.
»You can lay down. I have some hot stones for you.«
Ich folgte ihrer sympathischen Stimme und legte mich auf den Bauch. Die Unterlage war so weich, so flauschig. Die Steine auf meiner Wirbelsäule so warm. Schauer fuhren durch meinen Körper, dort wo sich Spannungen lösten, die ich zuvor nicht einmal wahrgenommen hatte.
»I cover you. Just relax.«, sagte die Masseurin und bedeckte mich mit dem Handtuch.
Ich sank. Tiefer und tiefer. Wie lange lag ich so da? Ich wusste es nicht. Zwei Minuten, zehn, eine Stunde? Zeit verlor an Bedeutung. Ich glitt in einen Zustand, irgendwo zwischen Schlaf und Vigilanz. Bis mich eine unerwartete Stimme jäh zurückholte.
Unerwartet, weil tief. Unerwartet, weil männlich.
Ich unterdrückte den Impuls hochzufahren. Denn dann hätte ich das Handtuch heruntergeworfen. Alles, was meinen nackten Körper bedeckte.
»I’m sorry. Have I frighten you?«, sagte die Stimme irgendwo hinter mir. »I’m Nikolaos, your massage therapist.«
Unbewusst presste ich die Beine zusammen.
Mir war es egal gewesen, ob mich eine Frau oder ein Mann massieren würde. Aber ab dem Moment, da mich die freundlich wirkende Frau empfangen hatte… Ich war davon ausgegangen, dass sie mich massieren würde. Sonst hätte ich mein Höschen sicherlich nicht ausgezogen… Oh Gott. Wenn er das Handtuch zu tief herabziehen würde. Bei mir herrschte der Wildwuchs einer gestressten Zweifachmutter, deren Intimbereich seit der zweite Geburt Tabuzone war…
»You musn’t feel uncomfortable. Your body, your limits. You have booked a full backside massage, but I’ll only touch what’s in your comfort zone. Okay?«
Seine Stimme war sanft. Seine Stimme klang jung. Ich hätte mich umdrehen können, doch ich entschied mich dagegen.
»Thank you Nikolaos. Your english is really good. Maybe better than mine«, antwortete ich, während ich mich fragte, ob der Typ Gedanken lesen konnte.
»I have studied in London. But in the end England was not Crete.«
Ich spürte weiche, dennoch kräftige Finger, die unter den Saum des Handtuchs fassten und dieses langsam herabrollten.
Wieder durchfuhren mich Schauer. Doch keine der Entspannung, sondern vielmehr solche der Anspannung. Jene von der guten Sorte…
Reiß dich zusammen! Du bist Mutter zweier Kinder, die gerade von ihrem Vater bespaßt werden. Von dem Mann, den du geheiratet hast, den du liebst!
Nikolaos deckte meinen Rücken bis zum Steiß ab. Gerade soweit, dass er nichts sah. Genau so weit, dass der abgenähte Rand des Stoffes die empfindliche Haut an der Stelle kitzelte, an der meine Pobacken zusammen liefen.
Er nahm die Steine weg und begann mich erst mit sanften, dann kräftigeren Berührungen durchzukneten. Ein Seufzen stahl sich von meinen Lippen. Wie lange war es her, dass ich so berührt worden war?
Nikolaos Finger glitten kundig über meine Arme, an meiner Wirbelsäule entlang, hin zu meinem Kreuz. Der Duft von Zeder und Orange stieg mir in die Nase. War es das Öl, welches er benutzte?
Er wechselte zu meinen Füßen, arbeitete sich meine Schenkel hinauf. Schauer. Seine Hände glitten bis zum Rand des Handtuchs. Nur Zentimeter trennten ihn von meiner Pussy. Fuck! Ich versuchte mich dagegen zu wehren, doch ich spürte wie es tief in mir zu pochen begann.
»Shall I include your bum?«
No, fauchte eine moralisierende Stimme in meinem Kopf. »Yes«, war das, was über mein Lippen kam.
Nikolaos rollte das Handtuch zu einem schmalen Streifen zusammen, der geradeso noch meine Schamlippen bedeckte.
Dann packte er zu, begann meine Backen zu kneten. Gewissenhafter als andere Stellen meines Körpers – oder bildete ich mir das nur ein? Vielleicht war mein Po auch einfach sehr verspannt?
Nikolaos fand einen Punkt, der einen tiefen Schmerz auslöste. Ich zuckte. Doch dann wurde aus dem Schmerz ein sich ausbreitendes Kribbeln. Ein Gefühl der Leichtigkeit. Wärme.
»Better?«
»Better«, seufzte ich, während die Wärme bis in mein Zentrum floss.
Nikolaos Finger rutschte in meine Poritze. Nur ganz leicht. Zufällig? Erneut. Kein Zufall. Schauer.
Ich musste das beenden, musste etwas sagen. Ich – sein Daumen glitt zwischen meine Backen und strich in einer fließenden Bewegung über meinen Anus.
Aus dem Schauer wurde Strom, der mit viel zu hoher Spannung durch meine Nervenbahnen jagte. Ich unterdrückte ein Stöhnen. Versuchte mich zu sammeln.
Wieder glitt sein Daumen über die verbotenste Stelle meines Körpers. Wieder jagte der Stromschlag durch meinen Körper.
Noch nie zuvor war ich am Anus berührt worden. Noch nie zuvor hatte ich dort berührt werden wollen. Analsex, eine schmutzige Männerfantasie, geboren aus unrealistischen Pornos. Woher hätte ich ahnen können, dass – ich musste es beenden. Ich musste etwas sagen.
»Relax«, sagte Nikolaos, als könnte er Gedanken lesen. »It’s a muscle. And I work out the tension, like for every other muscle.«
Er log. Tief in meinem Inneren wusste ich das. Und dennoch lies ich mich von seinen Worten beruhigen. Lies mich einlullen, während sein Daumen längst an jener Stelle kreiste. Mal sanft, mal mit hartem Druck, sodass seine Daumenkuppe leicht in mich drang.
Ich biss mir auf die Lippen. Wollte längst mehr. Wellen der Erregung fuhren durch mich hindurch. Brandeten gegen mein Lustzentrum. Ließen meinen Beckenboden sehnsüchtig zucken.
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Doch ich regte mich nicht. Tat so, als würde genau das geschehen, was Nikolaos gesagt hatte. Als würde ich mir die Spannung aus meinen Muskeln herausmassieren lassen.
Mit aller Macht klammerte ich mich an diese Illusion, redete mir ein, dass es okay war. Dass es Teil einer professionellen Massage war.
Nikolaos streifte die Handtuchrolle, die noch meine Scham bedeckte. Sie rutschte herunter.
Glühend heiß stieg mir das Blut in den Kopf.
»I’m sorry«, sagte Nikolaos, der keine Anstalten machte, das Handtuch zurückzulegen.
Der Gedanke, dass er mir gerade auf meine unrasierte Pussy guckte, ließ mich vor Scham in der Liege versinken, doch gleichzeitig vor Lust zerfließen.
Verloren geglaubte Sehnsüchte. Verloren geglaubte Bedürfnisse brachen mit solcher Macht über mich herein, dass sich ein Keuchen über meine Lippen flüchtete.
Wann war ich das letzte Mal wirklich Frau gewesen? Wann hatte ich mich das letzte Mal begehrt gefühlt?
Nikolaos Daumen schien der Schwerkraft zum Opfer zu fallen. Er glitt tiefer. Und ich tat nichts dagegen. Ich ließ es geschehen. Konzentrierte mein ganzes Sein auf diese warme, diese sich so richtig anfühlende Berührung.
»You’re beautiful«, flüsterte Nikolaos. »So natural beautiful.«
Sein Daumen glitt widerstandslos durch meine Schamlippen. Durch meine Äußeren, durch meine Inneren. Gott, musste ich nass sein. Gott! Fühlte sich das gut an. Ich seufzte. Sein Daumen glitt weiter. Traf auf meine Klit. Und aus meinem Seufzen wurde ein Wimmern. Die Gefühle, die mich zu überwältigen drohten, waren so intensiv, dass sie schmrzten, wie glühendheiße Nägel, die sich in mein Fleisch bohrten.
Er umkreiste meine Klit. Er rieb sie. Erst langsam. Dann schneller. Kleine Pausen brachten mich an den Rand des Wahnsinns. Und meine Zurückhaltung zerrann wie Wasser, welches man mit bloßen Händen zu halten versuchte. Nikolaos brachte mich zum Stöhnen. Dazu, ihm mein Becken entgegen zu drücken. Seinen Fingern. Die mich so sehr in Ekstase versetzten…
Ich trieb auf einen Höhepunkt zu. Unaufhaltsam. Schneller und schneller. Wie ein Stück Holz, das durch Stromschnellen auf einen Wasserfall zu raste.
Ich bestand nur noch aus Lust. Lust, die solange vergraben, solange ignoriert gewesen war, dass sie nun mit übermenschlicher Macht die Kontrolle an sich riss.
Irgendwo in mir wusste ich, dass es falsch war, was ich tat. Irgendwo in mir war eine Stimme, die mich warnte, als Nikolaos Gürtel klimperte. Doch die Stimme war schwach. Und sie verhallte ungehört.
Die Liege knarrte, als sich seine Oberschenkel links und rechts an die meinen schmiegten und ich bildete mir ein, seinen erregten Atem zu spüren, wie er über meine Wirbelsäule strich.
Ich spürte sein Gewicht auf meinen Oberschenkeln. Ich spürte etwas Hartes an meinen Pobacken. Ich hörte noch einmal diese klägliche Stimme in mir: »Tu es nicht Sandra. Du darfst deinen Ehemann nicht betrügen!«
Ich hörte seine Worte: »Aber wenn dich ein Mann massieren sollte, dann bleibt das Handtuch schön über deinem verheirateten Popo liegen.«
Sie gingen in einem Summen unter. In einem Feuer, das in mir entbrannte als sich das fremde Glied zwischen meine Beine drückte.
Druck. Überall. Druck von Nikolaos Beinen, die die meinen zusammen pressten. Druck von seinem Gewicht, weil er auf meinen Oberschenkeln kniete. Druck zwischen meinen Schenkeln, der sich bis zu meinen Schamlippen vorarbeitete. Der Druck seiner Eichel, die sie aufdehnte. Die sich Platz schuf. In mir. Die langsam in mich glitt. Tief. Tiefer.
Eine Explosion erschütterte mein Innerstes, als er im genau richtigen Winkel gegen meinen G-Punkt stieß.
»Fuck«, stöhnte ich, als er immer wieder die genau richtige Stelle penetrierte. Fuuuck!«
Ich zuckte, ich krampfte – und ich kam. Gestoßen von meinem Masseur.
Alles drehte sich. Alles wurde schwarz. Alles wurde bunt. Dann wieder schwarz. Während ich kraftlos wie eine Puppe über die Liege rutschte. Bewegt von Nikolaos. Von seinem Schwanz, der sich tief in mir bewegte.
Und während sich meine Sicht langsam klärte. Während Scham und Reue die abebbenden Wellen der Lust erstickten, stöhnte Nikolaos erleichtert auf. Er verharrte, erstarrte regelrecht. Während es in mir rhythmisch pulsierte. Während er sein Sperma in mich spritzte.
Was hatte ich getan?
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