Wenn du deiner neuen Freundin deine Fantasie vom Zusehen beichtest – wie wäre ihre perfekte Reaktion? Lies weiter und finde es heraus…

Ich war verliebt, Hals über Kopf. In ihr Lachen, ihren Duft, in das Leuchten, mit dem sie mich ansah – und doch war da dieser Knoten in meinem Bauch. Dieses Knäuel, welches größer und größer werden zu schien, mit jedem Date, mit jedem Treffen. Schwerer und schwerer, als es tatsächlich ernst zu werden schien.

Es war eine Illusion mit der ich sie täuschte. Mit der ich mich täuschte. Hormone, die mich blendeten. Die mir suggerierten, dass ich nichts anderes als das hier wollte. Sie und mich. Wir zwei allein. Unsere Leidenschaft, wenn wir miteinander verschmolzen, als wären wir nur für diesen Zweck auf die Welt gekommen. Ihren Anblick, wenn sie sich unter mir wand und mit roterregten Wangen. Ihr Anblick, wenn sie mich ritt. Wenn ihre Brüste sprangen. Die rechte, größere, höher als die linke. So perfekt unperfekt.

Ich machte mir selbst etwas vor, was okay war. Ich hatte es schon einmal getan. Hatte es mit mir ausgemacht. Hatte viele Jahre dafür gesorgt, dass es gut gegangen war… Doch Tine verdiente Ehrlichkeit. Sie verdiente es zu wissen, mit wem sie ihr Leben teilen wollte. Und dass mir unsere Zweisamkeit nicht genug sein würde… Denn in meiner Fantasie war ich ein Cuckold. Und selbst in dieser Phase, wo ich eine rosarote Brille auf der Nase trug, wichste ich zu einem unendlichen Strom an Bildern, von Ehemännern, die ihre Frauen dabei filmten, wie sie sich von anderen Typen nehmen ließen… In meiner Fantasie war ich genauso weit. Wenn nicht sogar weiter. Ich wollt es. Ich wollte alles. Ich wollte zusehen. Ich wollte ihre Hand halten und das Bett quietschen hören. Wollte an der Bettkante knien und mich von schwingenden Eiern hypnotisieren lassen. Davon, wie ein dicker Schwanz die Schamlippen meiner Frau spreizte, während sie doggy genommen wurde. In meiner Fantasie störten Kondome. In meiner Fantasie wollte ich keine Barriere. Ich wollte Haut auf Haut. Wollte einen fremden Phallus in ihr, der sich in ihr verströmte. Ich wollte sehen, wie ein Schwall fremden Spermas aus den rotglänzenden Labien meiner Frau hervorquoll… Genau dort hinein wollte ich dann stoßen. In das Zentrum, in das Sinnbild meines Fetischs. Ich wollte zuhören. Wollte, dass das lustvolle Stöhnen meiner Frau zu einem müden Ächzen wurde. Wollte ihre Befriedigung, ihre Entspannung mit allen Sinnen spüren, ehe meine eigene Erregung ihren schwindelerregenden Höhepunkt erreichte…

Doch diese Fantasien verflüchtigten sich mit meinem Orgasmus. Dann spürte ich Scham, Unverständnis gegenüber dem, was mich eben noch angetrieben hatte. Dann waren da hypothetische Verlustängste, verletzter Stolz, Selbstzweifel. Es war, als wenn jemand plötzlich einen Filter weggenommen hätte – oder hinzugefügt… Was war richtig, was war falsch…

Es war eine jener ersten Nächte. Einer jenen magischen Momente, in denen man sich alles erzählte. Als ich meine Fantasie beichtete. Als ich meine Fragen laut stellte… Als ich mit einer Zuhörerin belohnt wurde. Luisa brach nicht in Euphorie aus, sie begann nicht gemeinsam mit mir Fantasien zu spinnen, meinen Wunsch zu teilen, doch ehrlicherweise hätte mich eine solche Reaktion auch überfordert und geängstigt. Luisa wertete nicht, stattdessen streichelte sie über meinen Bauch und flüsterte mir honigsüß zu: >>Danke, dass du das mit mir teilst. Dass du mir vertraust…<<

Monate später griff sie es wieder auf. Als ich längst mit der Situation im Reinen war. Mit dem Zwiespalt, der mich wohl ein ganzes Leben begleiten würde. Dem Zwiespalt zwischen meiner Fantasie und der Realität. Zwischen Lust, Angst und Ablehnung. Der dafür sorgte, dass es ein stechender Gedanke blieb. Zumindest bis zu diesem Zeitpunkt. Bis wir so etwas wie eine gemeinsame Routine entwickelt hatten und Luisas Sachen in meiner Wohnung bereits einen ganzen Kleiderschrank füllten.

Fantasie vom Zuschauen – die Beichte vor der neuen Freundin

Wir hatten unseren „Kein Fernsehen“ Abend und lagen zusammen auf dem Sofa, während Fledermäuse am geöffneten Fenster vorbeisausten und in die Kronen der Lindenbäume tauchten, die uns trotz Stadtwohnung ein Gefühl von Natur und Ruhe schenkten.

Ruhe… Wir waren gemeinsam still, redeten nicht, genossen beide den Moment. Scheinbar. Denn Luisa schien einen losen Gedankenfaden aufgelesen zu haben.

>>Fantasierst du wirklich davon, wie ich es mit einem anderen Mann tue? Stellst du es dir vor, wenn wir miteinander schlafen?<<

Die Fragen trafen mich so unvorbereitet, dass ich innerlich erstarrte. Ich war überfordert. Mein Verstand versuchte gleichzeitig über eine ehrliche Antwort nachzudenken und Luisas Reaktion abzuschätzen.

>>Wie kommst du jetzt darauf?<<, erwiderte ich, um Zeit zu gewinnen.

>>Einfach so. Es ist mir wieder eingefallen und ich habe mich gerade gefragt, wie ich das finde.<<

>>Wie du Sex mit einem anderen Mann finden würdest?<<

>>Wie ich das finde, dass du es dir vorstellst, wenn du in mir bist.<<

Ich nickte und spürte Unbehagen wie auf tausend kleiner Füße meinen Nacken hinauf krabbeln. Das war die verfänglichere Frage. >>Manchmal mache ich das. Aber nicht immer…<<

Luisas Kopf ruckte zu mir herum. >>Ich glaube, ich finde das nicht gut.<<

Mein Magen verkrampfte. Ich nickte erneut.

>>Aber<<, Luisa begann unsicher zu lächeln und zeigte zwei Reihen kristallweißer Zähne zwischen vollgeschwungenen Lippen, >>wenn du nicht in mir bist, gefällt mir deine Fantasie eigentlich ganz gut.<<

>>Ist mal etwas anderes oder?<<

>>Du meinst als mein eifersüchtiger Ex?<<, lachte sie.

Ich fiel mit ein und spürte eine zentnerschwere Last von meinem Herzen fallen. Dann erst spürte ich Luisas Finger an mir herabwandern, bis an den Saum meiner Jogginghose.

>>Erzählst du mir, was du dir vorstellst?<<

Die Frage in Verbindung mit ihrer Berührung beschleunigten meinen Puls. Was sollte ich sagen? Was wollte, was durfte, was konnte ich wagen zu erzählen?

Ich begann stockend, begann ein Szenario zu zeichnen, nur mit angedeuteten Linien, nicht mehr als eine Skizze, die eine schwammige Vorstellung lieferte.

Luisas Hand wanderte unter den Bund und tastete über meine Shorts. >>Bist du wirklich ganz passiv? Schaust du wirklich einfach nur zu?<<

Manchmal,<< ich keuchte, als ihre Finger über meine Härte glitten, >> halte ich dabei deine Hand. Manchmal küssen wir uns. Aber… Vor allem schaue ich dir zu.<<

>>Und wie kommst du dann auf deine Kosten?<<

Mein Schwanz zuckte unkontrolliert, als Luisas Finger meinen Schaft berührten.

>>Machst du es dir dann selber? Wichst du dabei?<<

Mein Schwanz zuckte heftiger, meine Eier zogen sich straff an meinen Schaft.

>>Kannst du dann an dich halten? Oder kommst du viel zu schnell?<<

>>Ich,… halte mich zurück… bis ihr fertig seid<<, stöhnte ich.

Luisa grinste teuflisch. Ihre Finger schlossen sich fest um meinen Schaft. >>Und wenn mir die Vorstellung gefallen würde? Wie du die Kontrolle verlierst? Wie du beim Zusehen nicht an dich halten kannst und dir selbst auf den Bauch stpritzt?<<

Mein Keuchen verwandelte sich in ein lustvolles Stöhnen. >>Aber ich brauche… die Lust… damit sich… das Bild nicht in einen Alptraum… verwandelt.<<

>>Also wartest du lieber bis ich meinen Spaß hatte?<<, fragte Luisa plötzlich wieder mit liebevoller Stimme. Ihr Griff um meinen Schaft lockerte sich. Sanft begann sie ihn auf und ab zufahren. >>Bis ich… und der andere… bis wir beide unseren Spaß hatten… Bis wir beide gekommen sind? Er in mir?<<

>>Ja…<<, stöhnte ich. >>Ich weiß nicht woher es kommt… Aber ich stelle es mir vor… Wie er ungeschützt in dir kommt.<<

Luisa küsste mich mit heißen Lippen. >>Wie es aus mir herausläuft? Jetzt in diesem Moment? Während wir uns küssen?<<

Ich stöhnte qualvoll auf. Das Zucken in meinem Schwanz wurde zu einem Krampfen, das meinen gesamten Unterleib erfasste. Und während Luisa mich küsste, während ihre Finger über meinen Schaft glitten, spritzte ich unkontrolliert los. Spritzte ich gewaltige Schübe in meine Hose, während mir der Atem ausblieb. Während ich von Lust überwältigt nach Luft rang.

Luisa zog ihre Hand aus meiner Hose zurück und wischte sie an Außenseite sauber. Dabei kicherte sie mit einem nervösen Unterton. Einem Unterton, der mir sagte, dass diese Vorstellung vielleicht einmal mehr sein könnte als eine Fantasie…

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